Nachdem ich schon mehrere alkoholfreie Biere hier vorgestellt habe wollte ich einmal den direkten Vergleich zwischen der alkohofreien und der “normalen” Version für ein Bier vorstellen.

Punk IPA von Brewdog

  • IPA
  • Alk 5.2
  • IBU 35
Punk IPA
Mein Fazit

Malze
  • Extra Pale Ale Malz
  • Caramalt
Hopfen
  • Athanum
  • Amarillo
  • Cascade
  • Chinook
  • Nelson Sauvin
  • Simcoe
empf. Trinktemperatur
  • 5-8 Grad

Der erste Eindruck

Im direkten Vergleich der beiden Biere fällt auf, dass der Schaum des Punk AF gröber ist und schneller zusammenfällt. Wirklich stabil ist der Schaum des Punk IPAs zwar auch nicht, im Vergleich zum AF ist er jedoch stabiler.

Ohne das AF direkt daneben hätte ich den Schaum des normalen IPAs als reinweiss beschrieben. So wie beide Biere nebeneinander stellen wirkt der Schaum des AF aber eine Spur heller.

In der Nase fehlen beim AF im Vergleich die Malznoten. Auch beim IPA dominieren die tropischen Hopfenaromen, auch Zitrus kann man bei beidene Bieren deutlich erkennen. Beim Punk IPA kommen außerdem noch süßliche Malznoten dazu.

Das Punk IPA und das Punk AF im direkten Vergleich

Das Punk IPA und das Punk AF im direkten Vergleich (Quelle: Hopfenfreuden.de )

das Punk AF - im Mund

Der Körper ist wieder einmal sehr schlank. Malzaromen oder Malzsüße schmecke ich keine heraus, im Gegenteil der Körper hat fast eine leichte Säure. Trotzdem gefällt mir der Körper, im Vergleich zu dem “Nanny State” oder dem “Ghost Walker”, beide ebenfalls von Brewdog, deutlich besser.

Die Bittere ist beim Punk AF deutlich eleganter eingebunden. Vor allem beim Nanny State hatte ich eher den Eindruck “bitteres Wasser” mit Hopfenaromen zu trinken. Die Bittere bleibt durchaus länger, ist aber eher mild.

Die Hopfenaromen kommen trotz fehlender Restsüße gut durch. Die tropischen Aromen halten sich mit den Zitrusaromen die Waage, mit einer winzigen Tendenz zu den Zitrusaromen. Im Gegensatz zum Punk IPA wurden leicht andere Hopfensorten verwendet, trotzdem erkennt man deutlich die Verwandschaft der beiden Biere.

Für mich ist es das bisher beste AF von Brewdog. Dieses Bier könnte ich auch ohne Probleme den ganzen Abend oder als Erfrischung nach dem Sport trinken.

alkoholfrei

Punk AF von Brewdog

  • alkoholfreies IPA
  • Alk 0.5
  • IBU 35
Mein Fazit

Malze
  • Caramalt
  • Münchner Malz
  • Weizenmalz
Hopfen
  • Athanum
  • Cascade
  • Chinook
  • Citra
  • Hüll Melon
  • Mosaic
  • Nelson Sauvin
  • Simcoe
besondere Zutaten
  • Haferflocken
  • Laktose
empf. Trinktemperatur
  • 5-8 Grad

das Punk IPA - im Mund

Das selbsternannte “Post Modern Classic” hat einen ebenfalls sehr ausgewogenen harmonischen Körper. Im Vergleich zum AF lässt sich hier eine Malzsüße herausschmecken. Die Karbonisierung ist etwas stärker als beim AF. Im Mund dominieren die tropischen Aromen gegenüber den ebenfalls deutlich vorhandenen Zitrusaromen.

Die Bittere ist auch hier sehr gut eingebunden und sticht nicht so heraus, wie bei anderen IPAs. Das erhöht die Trinkbarkeit gegenüber anderen, “extremeren” IPAs deutlich, wenn man es mir einfach so vorsetzen würde, würde ich es auch vermutlich eher als Pale Ale verorten.

Trotzdem bzw. gerade deshalb mag ich das Punk IPA sehr. Es hat für mich die richtige Ausgewogenheit zwischen “interessant” und “gut trinkbar” um auch mehr als ein Glas/mehr als eine Flasche davon zu trinken ohne sich zu langweilen oder von den Aromen überfordert zu werden.

Fazit

Auch im direkten Vergleich muss ich sagen: ich würde beide Biere jederzeit noch einmal trinken.

Beide Biere sind sehr gut trinkbar uns sehr ausgeglichen in Köper und Geschmack. Natürlich ist das Punk IPA gegenüber dem AF etwas vollmundiger und intensiver, das lässt sich auch denke ich nie ganz vermeiden/ausgleichen.

Aber das AF ist ein tolles Bier, das sicherlich geeignet ist Leute davon zu überzeugen, dass ein Blick auf alkoholfreie Biere lohnenswert ist!

Disclaimer

Das in diesem Artikel verkostete Bier habe ich selbst gekauft/bezahlt, es wurde mir weder kostenlos zur Verfügung gestellt noch vergünstigt überlassen.