Die kleine Brauerei Bronckhorster, benannt nach der unweit gelegenen kleinsten Stadt der Niederlande, Bronckhorst, feierte im Jahr 2020 ihr zehnjähriges Bestehen. Der Besitzer und Brauer, Steve Gamage, ist eigentlich gebürtiger Engländer, der aber wegen seiner Frau Yvonne in den Niederlanden sesshaft geworden ist. Dort führte er einen Maler und Restaurationsbetrieb, bis er kurz nach seinem 50sten Geburtstag beschloss eine Brauerei zu gründen.

Zum Sortiment der Brauerei gehört auch eine Serie von Barrel Aged Bieren, von denen ich das fassgelagerte Quadrupel probiert habe. Gelagert wurde das Quadrupel in Bourbon Fässern von Jack Daniels in denen zuvor der Jack Daniels Rye (Roggen) Whiskey gelagert wurde.

Der Schaum ist deutlich gelblich und sehr flüchtig. Die Farbe geht in ein tiefes Rot-Braun. Ähnlich wie die Kirschholz-Wohnwand von Opa oder die Schale einer Kastanie. Das Bier bleibt am Glas haften wie ein öliger Whisky.

(Quelle: Hopfenfreuden.de)

In der Nase dominiert erstmal eine kräftige Süße. Aromen von roten Früchten, Kirsche rieche ich heraus. Daneben Rosinen und ein Hauch Lakritz/Anis. Außerdem schwingt eine leicht mentolige Frische mit. Und der Alkohol ist auch sehr präsent.

Beim ersten Eindruck im Mund dominiert die starke Süße die fast ein wenige an Gebäck erinnert. Außerdem eine leichte Säure, die aber eher unterschwellig und im Hintergrund bleibt. Neben der süße sind es vorallem (über)reife Früchte und etwas Rosine die herauszuschmecken sind. Gegen Ende ergänzen Gewürze den Geschmack, Zimt schmecke ich heraus. Danach kommt neben der alkoholischen Wärme auch eine leichte Schärfe, die auch ein wenig auf der Zungenspitze brennt.

Die Aromen sind sehr intensiv und reichlich, ein schönes Bier um verschiedene Aromen zu entdecken. Deshalb kann ich es mir aber auch schwer in einem Tasting vorstellen, das Bier steht besser für sich allein.

Disclaimer

Das in diesem Artikel behandelte Produkt habe ich selbst gekauft/bezahlt, es wurde mir weder kostenlos zur Verfügung gestellt noch vergünstigt überlassen.