Während das Dinkel Ale langsam aber sicher bald abgefüllt werden kann, haben mein Bruder und ich es am letzten Wochenende endlich geschafft unseren schon seit vor Corona geplanten gemeinsamen Brautag nachzuholen.

Sud 1: ein Single Grain Pale Ale mit Simcoe

Mein Bruder wollte das Rezept aus dem Braukurs noch einmal nachbrauen und nur den Hopfen variieren und Simcoe verwenden. Da das Rezept aus dem Kurs stammt (und mit einer Malzsorte und 1 Hopfen vermutlich auch wenig spannend ist) werde ich es hier auch nicht veröffentlichen. Er hat dazu einen Klarstein Maischfest 30l verwendet.

Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass das Malzrohr vom Maischfest 30l das selbe wie vom 25l Modell war, denn es war wirklich sehr eng für die Malzmenge. Man merkt schon recht deutlich die Unterschiede zwischen einem System mit und einem System ohne Pumpe. Bei meinem Bruder hat das Wasser außerhalb des Malzrohres erst nach dem Abmaischen überhaupt etwas Farbe angenommen, während es beim Durchpumpen natürlich deutlich schneller ging.

Vom Rühren einmal abgesehen war aber auch hier das Brauen ähnlich unkompliziert

Die Gärung will nicht so richtig…

Auch wenn beim Klarstein Maischfest eine Kühlspirale beiliegt hat er das Bier ohne externe Hilfe im Keller über Nacht herunterkühlen lassen bevor er die Hefe dazu gegeben hat.

Irgenwie ist die Gärung nicht richtig angesprungen, vermutlich war die Zeit zwischen Ansetzen des Hefestarters und Hefegabe einfach zu lang. Nachdem er ein weiteres Päckchen Trockenhefe gegeben hat ist die Gärung 1 Tag später doch in Gang gekommen.

Also Daumen drücken, dass in der Zwischenzeit nichts schief gegangen ist.

während des Würzekochens wird natürlich Inspiration für die nächsten Sude gesammelt ...

während des Würzekochens wird natürlich Inspiration für die nächsten Sude gesammelt ... (Quelle: Hopfenfreuden.de)

Sud 2: ein Altbier Da ich und mein Bruder nahe Düsseldorf aufgewachsen sind ist Altbier aus Bier-Sicht quasi unsere Muttermilch. Auch wenn es uns beide inzwischen ins Ruhrgebiet verschlagen hat war uns, als wir beschlossen haben mal zusammen zu brauen, klar, dass eines der ersten gemeinsam gebrauten Biere ein Altbier sein soll.

Mein letzter Versuch ein Altbier zu brauen ist leider kläglich gescheitert (noch mit Einkocher zu Studentenzeiten). Die Gärung hatte damals nicht richtig funktioniert und das Bier ist sauer geworden. Daher auch für mich höchste Zeit diese Kerbe wieder auszuwetzen.

Das vollständige Rezept ist in der Grainfather Community verfügbar.

Klassisches (Düsseldorfer) Altbier

  • Altbier
  • 11.5°P
  • IBU 39
  • EBC 40

Malze
  • Pilsener Malz
  • Münchner Malz
  • CaraRed®
  • Carafa Spezial 2
Hopfen
  • Magnum
  • Northern Brewer
  • Perle
Hefe
  • Safale K-97

spätes Farbmalz

Um zu starke Röstbittere zu vermeiden habe ich das Carafa Malz erst kurz vor dem Abmaischen hinzugegeben. Da ich das obere Sieb des Malzrohres dafür nicht entfernen wollte habe ich das Malz auf das Sieb gegeben. Durch das Extra Sieb, dass ich mir für den Grainfather geholt hatte, was das auch möglich ohne, dass das Malz irgendwie in die Pumpe gelangt ist.

Wenn jemand hier einen besseren Weg kennt wäre ich offen für Verbesserungen dieses Schrittes ;)

Ansonsten ist auch dieser Sud zur Gärung direkt in ein 30l KEG gepumpt worden. Als einzigen Unterschied habe ich den Hefestarter diesmal vor der Würze bereits im Fass gehabt. Hat auch wunderbar geklappt, als ich das Fass zu Haus aus dem Auto geladen habe war die Gärung bereits im vollen Gange.

vielleicht doch noch etwas Aromahopfen?

Ich ringe noch mit mir ob ich nicht nach der Hauptgärung einen kleinen Teil nochmal in ein 5l KEG umpumpe und mit einem Hopfen stopfe, der Beerenaromen mitbringt (z.B. Comet (US)), das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Da bin ich aber noch unentschlossen.

Disclaimer

Das in diesem Artikel behandelte Produkt habe ich selbst gekauft/bezahlt, es wurde mir weder kostenlos zur Verfügung gestellt noch vergünstigt überlassen.

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